Am Jubiläumswochenende 75 Jahre THW nahm unsere Bergungsgruppe deshalb das Ruder in die Hand und beübte sich und andere Stolberger Einheiten in einer Kerndisziplin:
dem Arbeiten auf dem und am Wasser.
Mit Bootsführern, Helferinnen und Helfern des Zugtrupps und der Fachgruppen Infrastruktur und Sprengen an Bord wurde der Rursee zur Trainingsstrecke ernannt.
Stationiert auf dem Wildenhof und unterstützt vom Aachener Hochschulsport erprobten wir ein breites Spektrum an Herausforderungen:
- Wie fühlt es sich an, in vollem Einsatzanzug und mit ausgelöster Rettungsweste als Einsatzkraft im Wasser zu agieren?
- Wie können sich Personengruppen mit Rettungswesten koordiniert und zielgerichtet bei Strömung im Wasser fortbewegen?
- Wie werden bewusstlose Personen schnell und effektiv aus dem Wasser an Bord gezogen?
- Wie verhält sich das OV-eigene Boot zu Wasser und wie wird es effizient manuell wie motorisiert gesteuert und fortbewegt?
- Wie wird eine Tauchpumpenstrecke errichtet und betrieben?
Die Realitätsnähe der Ausbildung sorgte dafür, dass die beteiligten Kräfte ihre eigenen Mittel, Möglichkeiten und Grenzen besser kennenlernten.
Koordination, Kommunikation, technisches Knowhow, persönliches Geschick und kameradschaftliche Unterstützung waren gefragt.
Eine Ausbildung, die auf die schweren Fahrwasser realer Einsätze bestens vorbereitete - und ein gelungener Auftakt für künftige Übungen, die dafür sorgen, dass das THW Stolberg immer Retter in der Not sein wird.
Unser Dank gilt dem Wildenhof des Hochschulsports der RWTH Aachen für seine Gastfreundschaft und die logistische Unterstützung,
der THW Regionalstelle Aachen und dem Wasserverband Eifel Rur (wver).
Glück auf sowie Mast- und Schotbruch für alle Einsätze und Abenteuer!

